DAC6

DAC 6 ist eine EU Richtlinie, welche vorsieht, dass zukünftig internationale und grenzüberschreitende Gestaltungen mit gewissen Merkmalen (sog. Hallmarks) den Behörden gemeldet werden müssen. Kommt man diesen Verpflichtungen nicht oder nicht zeitgerecht nach, können je nach Land hohe Bussen drohen. Alle EU Mitgliedstaaten waren verpflichtet bis 31. Dezember 2019 eine entsprechende Gesetzgebung umzusetzen, nicht jedoch EWR Staaten wie z.B. Liechtenstein.

Bin ich als Berater von DAC 6 betroffen?

DAC 6 ist eine EU Richtlinie, welche vorsieht, dass zukünftig internationale und grenzüberschreitende Gestaltungen mit gewissen Merkmalen (sog. Hallmarks) den Behörden gemeldet werden müssen. Kommt man diesen Verpflichtungen nicht oder nicht zeitgerecht nach, können je nach Land hohe Bussen drohen. Alle EU Mitgliedstaaten waren verpflichtet bis 31. Dezember 2019 eine entsprechende Gesetzgebung umzusetzen, nicht jedoch EWR Staaten wie z.B. Liechtenstein.

Meldepflichtig können nicht nur die Steuerpflichtigen, sondern beispielsweise auch die Berater (Anwälte, Steuerberater, Banken, Treuhänder etc.) werden, wenn sie ihren Sitz oder eine Zweigniederlassung in einem EU-Mitgliedstaat haben.

Sind meine Kunden von DAC 6 betroffen?

Alle Unternehmen mit Sitz oder einer Zweigniederlassung in einem EU-Mitgliedstaat sind potentiell meldepflichtig, sobald sie eines der sog. Hallmarks erfüllen bzw. spezifische Eigenschaften ausweisen. Betroffen sind nicht nur grosse multinationale Unternehmungen, sondern auch KMU, falls eine vorhandene Gestaltung eines der Hallmarks erfüllt.

Was genau muss ich tun, wenn ich selbst oder meine Kunden betroffen sind?

Für die Vorbereitung bleibt nicht mehr viel Zeit! Alle Gestaltungen bzw. Beratungen, welche seit dem 25. Juni 2018 umgesetzt wurden, müssen darauf analysiert werden, ob sie ein Hallmark erfüllen. Ist dies der Fall, so müssen sie bis 31. August 2020 gemeldet werden. Ab dem 1. Juli 2020 sind Gestaltungen jeweils innerhalb von 30 Tagen zu melden. Die EU Kommission hat vorgeschlagen, diese Fristen auf Grund der COVID-19 Pandemie zu verschieben, so dass neue Gestaltungen erst ab dem 1. Oktober 2020 gemeldet werden sollen und die Gestaltungen der Vergangenheit bis spätestens 30. November 2020 zu erfassen sind. So oder so bleibt nicht mehr viel Zeit! Es empfiehlt sich daher die eigenen internen Prozesse zu analysieren und entsprechend anzupassen, um keine Gestaltung zu übersehen und keine Fristen zu verpassen.

Weitere Informationen über DAC6 sind hier zu finden.